Medien / Presse
DDR Wochenkrippen: Das verschwiegene Leiden der Wochenkinder
Es ist eines der düstersten Kapitel der DDR: die Unterbringung von über 100.000 Kleinkindern in Wochenkrippen. Mütter sollten der Wirtschaft zur Verfügung stehen, statt sich um ihre Kinder zu kümmern. Viele ehemalige Krippenkinder kämpfen noch nach Jahrzehnten mit psychischen Problemen.
Ostthüringer Zeitung: Eine Woche ohne Mama: Zwischen Alltag und Abstand in Gera
Gera. Von „Jenny Marx“ bis „Rosenhügel“ – bekannte Orte treffen auf offene Fragen. Eine neue Ausstellung und Publikation dokumentieren, wie in Gera Kinder betreut wurden.
BPB: "Sind so kleine Hände" Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen der DDR als Schutzfaktor vor Kindesmisshandlung?
Ein Dauerstreitthema der Aufarbeitung ist die unterschiedliche Sozialisation in DDR und Bundesrepublik und ihre Folgen, sei es beim Aufwachsen in Familien, Kinderkrippen, Kindergärten oder Heimen. Wo beispielsweise gab es mehr Gewalt gegen Kinder, durch was wurde sie eher begünstigt?
MAZ: Trauma durch DDR-Wochenkrippe: „Ein Teil von mir liegt immer noch in diesem Gitterbett und wartet, abgeholt zu werden“
Montag abgegeben, Freitag abgeholt: Mit sechs Wochen kam Cornelia Gloger das erste Mal in die Wochenkrippe. Drei Jahre waren die Erzieherinnen ihre Hauptbezugspersonen.
Mitteldeutsche Zeitung: Streiks, falsche Helden und verheimlichte Atomwaffen: Die größten Geheimnisse der DDR
Arbeiterproteste, Propagandafiguren, Wochenkrippen und geheime Atomwaffen: Die DDR hat viele Geheimnisse, die jahrzehntelang verborgen blieben. Das ZDF klärt in einer Dokumentation einige der größten Mythen der DDR auf.
Chrismon: War die DDR ein Sehnsuchtsort der Gleichberechtigung?
Die Kinderbetreuung wurde nicht paritätisch zwischen Eltern geteilt, sondern vom Staat übernommen. Mit fragwürdigen Auswirkungen, wenn zum Beispiel schon wenige Wochen alte Säuglinge weggegeben wurden oder Kinder die ganze Arbeitswoche lang in einer "Wochenkrippe" verbringen mussten. Viele Kinder konnten so keine stabilen Bindungserfahrungen machen.
Stuttgarter Zeitung: Stuttgarter sucht Leidensgenossen Mutterseelenallein in der Wochenkrippe – „Jede Woche ein Abschied für immer“
Als er sechs Wochen alt ist, bringt ihn seine Mutter die Woche über in die Krippe. Spät erkennt Stephan (63), wie ihn das geprägt hat. Wie übersteht ein Kleinkind das emotional?
Thüringer Allgemeine: Als Kleinkind ins Wochenheim: Welche Thüringer erinnern sich daran?
Es gab in der DDR Kinder, die die ganze Woche in Heimen und getrennt von ihren Eltern verbrachten. Für ein Forschungsprojekt der Uni Erfurt wird nach Zeitzeugen gesucht.
Nordkurier: Spätfolgen der Krippenzeit: So leiden DDR-Wochenkinder noch heute
Erinnerungen voller Schmerz: Frühere DDR-Wochenkinder berichten von Bindungswunden, Trost und Selbsthilfe in Mecklenburg-Vorpommern.
Svenska Dagbladet: Sanningen en chock: ”De band mig i spjälsängen”
Hundratusentals östtyska barn bodde på dygnet runt- dagis. Omsorgen var minimal och föräldrarna träffade de på söndagar. ”Veckobarnens” mående har blixtbelyst frågan om tidig anknytning.
Chrismon: Sie gaben sie weg, weil es praktisch war
Bis in die Neunziger verbrachten viele DDR-Kinder die Woche in Krippen, oft schon als Säuglinge. Heike Liebsch gibt diesem lange tabuisierten Kapitel und seinen Folgen eine Stimme
LVZ: Muttersein in der DDR: „Die Trennung war brutal, die Hilflosigkeit groß“ – zwei Frauen erzählen
Frühe Krippenzeiten und strenge gesellschaftliche Vorgaben prägten das Leben junger Mütter in der DDR. Zwei Frauen aus Nordsachsen erzählen, wie sie den herausfordernden Alltag vor und nach der Wende meisterten und welche stillen Stärken sie entwickelten.
RDN: „Es ist eine Lüge, dass die Betreuung in einer Krippe immer gut für Kinder ist“
In ihrem Buch „Die Krippenlüge“ kritisieren Claudija Stolz und Anke Ballmann die Zustände in deutschen Krippen und Kitas. Im Interview erklärt Stolz, was sich ändern müsste, damit Kinder dort besser aufgehoben sind.
Sächsische: „Wir waren für die Kinder wie Muttis“: So lief’s in einer DDR-Wochenkrippe
Die Kita „Anne Frank“ in Bischofswerda feiert 70-jähriges Bestehen. Zwei Erzieherinnen aus der Anfangszeit haben noch viele Erinnerungen. Schöne und schmerzliche.
Ostsee Zeitung: Frau aus MV verbringt Kindheit im Wochenheim der DDR: „Das prägt mich bis heute“
Sie war erst sechs Wochen alt, als sie in die Wochenkrippe kam. Bis zur Einschulung war sie meist getrennt von der Mutter. Andrea Hlubek (55) aus der Nähe von Ludwigslust leidet bis heute darunter. „Wir waren kleine Roboter.“