Hilfemöglichkeiten

Die meisten Wochenkinder können sich an die Zeit ihrer Unterbringung nicht mehr erinnern. In der Regel war die Unterbringung von allen Beteiligten als normal und zeitgemäß angesehen und deshalb nicht weiter thematisiert worden. Dennoch gibt es ehemalige Wochenkinder, die bis heute persönliche Schwierigkeiten haben, die durch die lange Phase einer familiengelösten Unterbringung ausgelöst worden sein können.
Kinder in diesem frühen Alter benötigen besonders die Nähe von festen und liebevollen Bezugspersonen. Müssen sie über längere Zeit auf solche feste Bezugspersonen verzichten, können trotz bester körperlicher Versorgung Probleme dabei entstehen, Vertrauen zu sich selbst und zu anderen Menschen aufzubauen. Das kann das weitere Leben belasten.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie selbst in einer solchen Einrichtung aufgewachsen sind – dann gibt es diverse Möglichkeiten, dies zu recherchieren. Oftmals ist es hilfreich, zu wissen, wo die ersten Kindheitsjahre verbracht wurden.

Tipps für eigene Vergangenheitsrecherche:

  • Fragen Sie Eltern, Großeltern, andere Familienangehörige, Nachbarn.
  • Schauen Sie nach Einträgen in Ihrem Kinderimpfausweis (Stempel der Einrichtung).
  • Hinweise zu den Wocheneinrichtungen gibt es oft in Ortschroniken (Heimatvereine), Betriebschroniken, in Archiven von Betrieben, Tageszeitungen, Bibliotheken oder Stadtarchiven, sowie in Kirchenbüchern. Fragen Sie im Bürgeramt oder beim Rat der Stadt gezielt nach.
  • In alten Telefonbüchern aus der Zeit Ihrer ersten Lebensjahre können Sie Standorte für Wocheneinrichtungen finden. Diese Bücher werden häufig in Stadtarchiven aufbewahrt.

Tipps für Kontakte

Grundsätzlich können Sie sich mit uns in Verbindung setzen, wenn Sie Fragen zum Thema haben oder Wünsche nach Hilfestukturen – über: info(et)wochenkinder.de

Soweit wir dazu in der Lage sind, helfen wir gern weiter.

Wenn Sie den direkten Austausch mit Menschen suchen, die ebenfalls Erfahrungen mit einer Wocheneinrichtung gesammelt haben – dann empfehlen wir eine facebook-Seite, die seit einigen Jahren zu diesem Thema existiert. Bitte beachten Sie , dass nicht wir die Betreiber dieser Facebook-Seite sind.

 

Tipps für Hilfemöglichkeiten

Empfehlung: Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppe in Berlin:
In Berlin befindet sich eine Selbsthilfegruppe für Wochenkinder im Aufbau. Wer unterstützen oder Kontakt möchte – bitte eine E-Mail schreiben an: berlin@wochenkinder.de

Selbsthilfegruppe in Leipzig: Seit kurzem gibt es in Leipzig eine Selbsthilfegruppe speziell für ehemalige Wochenkrippenkinder. Mehr Infos hier:
https://www.leipzig.de/news/news/selbsthilfegruppe-fuer-ehemalige-wochenkrippen-kinder

 

Empfehlung: Begleitung und Unterstützung

von Kerstin Loesche / Weimar

Kerstin Loesche ist Diplom-Biologin, Dozentin und Freie staatlich anerkannte Ergotherapeutin,
seit Jahren mit dem Thema Wochenkinder vertraut und bietet bei Bedarf ihre Hilfe an
(ggf. auch über Heilmittelverordnung für Ergotherapie):
 Mail: kerstin-loesche@t-online.de  oder über Tel.: 0174-1665520

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